



Z11
Ein Vorläufermodell des Rechners Z11 wurde zwischen Februar 1952 und Juli 1954 beim Flurbereinigungsamt in München entwickelt (Rechner SM1, Regierungsrat Seifers).
Ab 1954 war die Zuse KG an der Entwicklung der Maschine Z11 beteiligt und
die ersten Rechner wurden 1955 ausgeliefert.
Die Z11 hatte 1955 zunächst festverdrahtete Programme für die Flurbereinigung..
Ab 1956 wurde eine Lochstreifensteuerung (4 Lochstreifenleser) installiert,
die die Maschine Z11 zu einer frei programmierbaren Maschine machte.
Die Z11 bestand aus Relais, dem dualen (binären) Zahlensystem, 27 Bits für ein Wort
und hatte einen Speicher von 10-
Im Vermessungswesen war die Z11 deswegen so beliebt, weil die einzelnen Programme lediglich über Drucktasten ausgewählt werden konnten. Die Anforderungen an die Programme wurde jedoch durch den Einsatz der Z11 in der optischen Industrie immer höher. Die Schrittschaltersteuerung (Mikrosequenzer) erlaubte es zunächst, die einzelnen Programme an sich sehr beweglich zu gestalten.
Die Steuerung bestand darin, dass von den einzelnen Kontaktbahnen der
Schrittschalter Spannungen an verschiedenen Stellen des Gerätes gelegt wurden (meistens Übertragungen auslösende Relais). Jeder derartige Mikrobefehl konnte von verschiedenen Bedingungen abhängig gemacht werden, indem er über beliebige Kontaktkombinationen innerhalb des Gerätes gelegt wurde. In jedem Schritt der Schrittschalter wurde ein aus Mikrobefehlen zusammengesetzter Befehl ausgeführt. Jedoch mussten diese Befehle vor dem Bau in die Verdrahtungspläne aufgenommen werden.
Die Z11 wurde in der Feldvermessung, Stadtvermessung und der optischen Industrie eingesetzt.
Der Rechner Z11 wurde 1957 erstmalig auf der Hannovermesse ausgestellt.
Es wurden 48 Anlagen ausgeliefert, davon 30 in Westdeutschland. Acht Anlagen wurde in das benachbarte Ausland geliefert, darunter auch Ostblockstaaten. Eine Z11 wurde auch nach Japan ausgeliefert.
Der Kaufpreis betrug im Jahr 1959 ca. 120 000 DM.
Mehr informationen finden Sie hier (Zuse-
|
Name des Rechners |
Z11 |
|
Technik |
1665 Relais - |
|
10- | |
|
Gleitkommarechenwerk, 27 Bit Wortlänge: Mantisse plus Exponent und Vorzeichen
| |
|
|
|
|
Eingabe |
Dezimaltastatur - |
|
Ausgabe |
Lochstreifen |
|
27 Bit, Gleitkomma: Mantisse, Exponent und Vorzeichen -
| |
|
Anzahl Relais |
1665 |
|
Anzahl Schrittschalter |
28 |
|
654 Relais, 26 Worte à 27 Bit. Größe: 10- | |
|
Leistungsaufnahme |
Ca. 2000W |
|
Gewicht |
Ca. 800 kg (ohne Pult und Stromversorgung) |
|
Einsatzgebiet |
Die Z11 wurde in der Feldvermessung, Stadtvermessung und der optischen Industrie eingesetzt.
|
|
Anzahl verkaufter Rechner |
48 Exemplare |
|
Preis in Euro |
120.000 DM |
|
Historische Bedeutung |
|
|
Kommentare |
Erster Rechner in Serienfertigung der Zuse KG. Herstellungsort: Neukirchen Kreis Huenfeld. Originale Z11 stehen im Deutschen Technik Museum Berlin, Nixdorf MuseumsForum Paderborn, Konrad zuse Museum Hünfeld, Fachhochschule Kiel und Konrad Zuse Museum Hoyerswerda.
|
|
Zu finden in Museen | |
|
Links |
|
Weiter zur Z12. .



